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Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler: der Überblick

    Abgrenzung zu anderen Kinder-Versicherungen

    Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler?

    Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler funktioniert exakt so, wie eine BU-Versicherung für Berufstätige und unterscheidet sich damit von anderen Vorsorgemöglichkeiten wie der Schulunfähigkeitsversicherung, der Grundfähigkeitsversicherung und sogenannten Kinder-Invaliditätsversicherungen. 
    Dabei ist es wichtig, dass die Tätigkeit als Schüler in den Versicherungsbedingungen mindestens genannt ist und als Beruf gewertet wird. 

    Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie die vereinbarte BU-Rente, sofern Ihr Kind für mindestens 6 Monate aus einem gesundheitlichen Grund nicht mehr in der Lage ist, am bisherigen Schulunterricht teilzunehmen. 
    Die Berufsunfähigkeitsrente wird dann so lange ausgezahlt, wie der Zustand der Berufsunfähigkeit bei Ihrem Kind andauert oder bis es je nach Versicherungsbedingungen auf eine andere Tätigkeit abstrakt oder konkret verwiesen werden kann

     

    Vorteile des frühen Abschlusses

    Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Schüler sinnvoll? 

    Kurz zusammengefasst: Ein früher Abschluss sichert Ihrem Kind dauerhaft den heutigen Gesundheitszustand, einen günstigeren Mischbeitrag fürs gesamte Arbeitsleben und schützt vor allem Ihre eigene finanzielle Sicherheit, falls Ihr Kind länger nicht am Schulunterricht teilnehmen kann.

    Drei Gründe sprechen wir den frühen Abschluss:

    1. Beim Abschluss einer BU-Versicherung werden Gesundheitsfragen und Risikofragen gestellt. Je gesünder Ihr Kind ist, desto einfacher ist der Abschluss. Je eher Sie sich für den BU-Abschluss entscheiden, desto gesünder wird Ihr Kind im Regelfall noch sein.
      Außerdem wird der Gesundheitszustand mit dem Abschluss 'eingefroren' und Ihr Kind kann im späteren Verlauf den Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsfragen an den jeweiligen Bedarf anpassen. Sie sichern Ihrem Kind somit dauerhaft den Gesundheitszustand.
      Viele beispielsweise ADS- und ADHS-Diagnosen werden erst nach dem 10. Lebensjahr gestellt und können dann den BU-Abschluss bis zum Berufsstart unmöglich machen. Bei früherem Abschluss ist das kein Problem mehr.
       
    2. Der Beitrag einer Berufsunfähigkeitspolice beim Abschluss als Schüler ist relativ günstig, da es sich hierbei um einen Mischbeitrag handelt. Übt Ihr Kind später einen teureren Beruf aus, behält er oder sie den günstigeren Beitrag für sein gesamtes Arbeitsleben.
      Wechselt er oder sie jedoch in einen günstigeren Beruf, ist in vielen BU-Tarifen eine Überprüfung und ein Wechsel in den günstigeren Beitrag ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.
       
    3. Einer der am meisten unterschätzten Gründe für den frühzeitigen Abschluss einer BU-Versicherung als Schüler ist jedoch Ihre finanzielle Absicherung. In dem Fall, dass Ihr Kind schwer erkrankt oder einen Unfall hat und deswegen für mindestens 6 Monate nicht am Schulunterricht teilnehmen kann und Sie bei Ihrem Kind bleiben wollen, fällt in den meisten Familien ein Einkommen (teilweise) weg. Dies lässt sich nur auffangen, wenn Ihr Kind ausreichend gegen Berufsunfähigkeit als Schüler versichert ist.
      Kommt es ganz schlimm und Ihr Kind wird zum Pflegefall, benötigen Sie spätestens finanzielle Unterstützung. Hier reicht die BU zwar meistens nicht ganz aus, ist aber eine sehr wertvolle Ergänzung.

    Wichtig: auch bei Kindern kann es schon Herausforderungen bei den Gesundheitsfragen geben, wenn in den letzten 5 Jahren Vorerkrankungen bestanden haben bzw. aktuelle Krankheiten bestehen. Speziell für Schüler können wir daher prüfen, welche BU-Tarife für Schüler vereinfachte Gesundheitsfragen bieten und über eine pseudonymisierte Risikovoranfrage verbindlich prüfen, wie Ihr Kind versichert werden kann

    Eintrittsalter

    Ab welchem Alter ist eine Schüler-BU abschließbar?

    Kurz zusammengefasst: Eine Schüler-BU ist frühestens ab dem 6. Lebensjahr abschließbar, aktuell exklusiv bei der LV1871. Ab dem 8. Lebensjahr kommt die AXA/DBV hinzu, allerdings ohne Empfehlung, da Dynamik und Nachversicherung eingeschränkt sind. Erst ab dem 10. Lebensjahr öffnet sich eine breite Auswahl an guten BU-Tarifen.

    Sie können für Ihr Kind frühestens ab dem Eintritt in die Grundschule eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler abschließen. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Kind bereits das 6. Lebensjahr vollendet hat.
    Für diesen frühen Abschluss gibt es allerdings aktuell mit der Lebensversicherung von 1871 a.G. (kurz LV1871) nur einen BU-Versicherer, der einen so frühen Abschluss möglich macht.

    Als Nächstes folgt die AXA/DBV, die Kindern ab Vollendung des 8. Lebensjahres eine BU-Versicherung anbietet. Dabei handelt es sich zwar um einen echten BU-Schutz, die Absicherung während der Schulzeit ist im Vergleich zu guten Schüler-Tarifen jedoch stark eingeschränkt und entspricht eher der Qualität einer Schulunfähigkeitsversicherung als einer echten BU.

    Ab dem 10. Lebensjahr Ihres Kindes bietet der BU-Markt dann eine breite Auswahl an Möglichkeiten zur BU-Absicherung an. Es gibt allerdings auch noch ein paar Exoten, die vor Vollendung des 15. Lebensjahres kein Angebot bereithalten.

    Qualitätsmerkmale

    Woran erkennen Sie eine gute BU für Schüler?

    Kurz zusammengefasst: Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler braucht eine ausführliche Schülerklausel, Schutz für Ausbildung und Studium mindestens ab der zweiten Hälfte der Regelzeit, eine Nachversicherung auf mindestens 6.000 Euro ohne Risikoprüfung, eine Berufsgruppenüberprüfung, eine Dynamik ohne Höhenlimit sowie eine lange Verlängerungsgarantie bei Verlängerung der Regelaltersgrenze. Nur wenn alle sechs Kriterien erfüllt sind, ist Ihr Kind langfristig verlässlich abgesichert.

    Welche Kriterien eine gute BU-Versicherung für Schüler ausmachen, sehen wir uns nun im Detail an:

    1. Eine ausführliche Schülerklausel

    Die Tätigkeit als Schüler gilt nicht als Beruf im Sinne der Berufsunfähigkeitsversicherung. Daher sind Schülerinnen und Schüler ohne Ausnahme nur dann überhaupt versichert, wenn der Versicherer in den Bedingungen mindestens klarstellt, dass Schüler auch als Beruf gelten.
    Das allein reicht allerdings noch lange nicht aus, damit die Versicherung für Schüler gut geeignet ist.

    Zusätzlich sollten die Bedingungen regeln, dass der konkrete Schulalltag versichert ist, der Leistungsanspruch der jeweiligen Schulform gewürdigt wird, die Ausstattung des Schulgebäudes Berücksichtigung findet, bestimmten Wahlpflichtfächern eine besondere Rolle zukommt und auch die Möglichkeit, überhaupt zur Schule hin- und zurück zu kommen - die Wegefähigkeit - mitversichert ist.
    Die BU sollte dabei mindestens auf die abstrakte Verweisung auf eine andere Schulform verzichten. Noch besser, wenn es einen zusätzlichen Verzicht auf die konkrete Verweisung gibt, zum Beispiel vom Gymnasium auf die G-Kurse der Gesamtschule.

    2. Absicherung unmittelbar nach der Schulzeit

    Für die meisten Kinder geht es nach der Schule in eine Berufsausbildung oder ins Studium. Auch in dieser Ausbildungsphase sollte der Versicherungsschutz passen, denn sowohl die Berufsausbildung wie auch das Studium gelten, wie schon die Schulzeit, nicht pauschal als versichert und müssen gesondert geregelt sein.

    Außerdem sollte die BU-Versicherung während des Studiums oder der Ausbildung mindestens ab der zweiten Hälfte der Regelstudien- bzw. Ausbildungszeit im Leistungsfall auf die Lebensstellung der Tätigkeit abstellen, die unmittelbar nach Studium oder Berufsausbildung folgt.
    Im Fall der Berufsausbildung empfehlen wir, dass diese Regelung bereits ab Beginn der Ausbildung gilt.

    3. Ausreichend Nachversicherungsgarantien (inkl. Karrieregarantie)

    Für Schüler lässt sich maximal 1.500 Euro BU-Rente versichern. Das reicht schon während der Schulzeit kaum aus, danach erst recht nicht. Genau deswegen muss die BU-Versicherung eine Erhöhungsmöglichkeit ohne erneute Gesundheitsprüfung anbieten, die auch in der Höhe auf mindestens 6.000 Euro erhöht werden kann.
    Da bei Kindern noch nicht sicher ist, welche Karriere sie später einschlagen, besteht immer das Risiko, dass der spätere Beruf teurer wird. Das gilt insbesondere für das Handwerk und die Pflege, aber auch schon ein Büroangestellter mit kaufmännischer Ausbildung kann teurer sein als der 'Schüler'.
    Daher sollte die Versicherung nicht nur auf neue Gesundheitsfragen bei der Nachversicherungsgarantie verzichten, sondern im besten Fall vollständig auf die Risikoprüfung. Damit lässt sich der Beitrag dauerhaft zum Beitragsniveau des Schülers erhöhen.

    4. Die Berufsgruppenüberprüfung

    Nicht zwingend notwendig, aber hilfreich ist als Ergänzung die Überprüfung der Berufsgruppe. Sollte Ihr Kind nach der Schule einen beruflichen Weg einschlagen, der günstiger ist als der Schülerbeitrag, dann gibt es einige Versicherungen, die den Beitrag ohne Gesundheitsprüfung dauerhaft auf den neuen Beruf umstellen.

    In der Kombination mit einer Nachversicherung ohne Risikoprüfung kann es also immer günstiger, aber nie teurer werden.

    5. Ausreichend Beitragsdynamik

    Neben der Nachversicherung ist die Beitragsdynamik der wichtigste Schlüssel für eine dauerhaft bedarfsgerechte Absicherung. Achten Sie darauf, dass die Dynamik nach Möglichkeit keine Obergrenze in der Höhe hat und zusätzlich möglichst bis zum Ablauf der Versicherung oder mindestens bis 5 Jahre vor Ablauf läuft.

    6. Die Verlängerungsgarantie

    Wenn Sie heute eine BU für Ihr Kind abschließen, dann beträgt die Laufzeit in vielen Fällen über 50 Jahre. In dieser Zeit ist davon auszugehen, dass sich die Regelaltersgrenze mindestens einmal verlängert.
    Selbst wenn Sie sich heute für die maximale Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr entscheiden, wird das wahrscheinlich nicht ausreichen.
    Die Berufsunfähigkeitspolice sollte daher über eine Verlängerungsmöglichkeit verfügen, die Ihr Kind bei der Verschiebung der Regelaltersgrenze ohne erneute Gesundheitsprüfung nutzen kann.
    Diese sollte sinnvollerweise sowohl bei einer Veränderung der gesetzlichen Rentenversicherung wie auch für die berufsständische Versorgung bei Kammerberufen gelten.

    Anbieter im Vergleich

    Welche Versicherer haben die beste BU für Schüler?

    Kinder und insbesondere Schüler sind für BU-Versicherer eine besondere Zielgruppe. Wegen der sehr langen Laufzeiten und weil beim Abschluss in frühen Jahren häufig Krankheiten noch nicht bekannt sind, die später zur Berufsunfähigkeit führen können, ist das Risiko für die Versicherer schwer kalkulierbar. Um dieses Risiko zu begrenzen, setzen viele Versicherungsgesellschaften in den Versicherungsbedingungen für Schüler Grenzen beim Umfang des BU-Schutzes oder bei den Erhöhungs- und Verlängerungsmöglichkeiten.

    Damit Sie für Ihr Kind eine gute Entscheidung treffen können, führen wir Ihnen hier die verschiedenen BU-Tarife auf und bewerten diese nach objektiven Kriterien.

    Wichtig: Da jede Situation individuell ist, kann auch diese umfangreiche Übersicht für die Schüler-BU nur als Orientierung gelten. Deswegen legen wir Ihnen eine Beratung bei einem unserer BU-Experten ans Herz, damit Sie für Ihr Kind auf jeden Fall die richtige Entscheidung treffen.

    LV1871 Golden BU: Schüler ab dem 6. Lebensjahr, bis 1.100 Euro BU-Rente

    Zuletzt geprüft am: 08.2026

    • Zielgruppe: Schüler ab Vollendung des 6. Lebensjahres (mit Eintritt in die Grundschule), einziger Versicherer im Markt mit diesem frühen Einstiegsalter
    • Maximale BU-Rente: je nach Schulform zwischen 1.100 - 1.500 Euro
    • Schülerklausel: Verzicht auf abstrakte und konkrete Verweisung, inklusive Arbeitsweg, Ausstattung des Schulgebäudes und typischer Schulfächer
    • Übergang Ausbildung/Studium: bei Azubis Lebensstellung der nach Abschluss ausgeübten Tätigkeit, bei Studierenden ab der zweiten Hälfte der Regelstudienzeit
    • Dynamik: bis 3%, läuft bis 1 Jahr vor Vertragsablauf
    • Verlängerungsgarantie: gilt für  die gesetzliche Rentenversicherung und berufsständische Versorgung bei Kammerberufen; keine Altersgrenze zum Ausüben der Option
    • Nachversicherung inkl. Zukunftsgarantie: individuelle Festlegung nach Tätigkeit, Berufsgruppe wird nach Schulwechsel, Studium oder Ausbildung überprüft, nur Besserstellung möglich
    • Abschlussfrist im Schuljahr: 31.07. eines Jahres

    Die LV1871 ist bislang der einzige Versicherer, der eine Schüler-BU schon ab dem 6. Lebensjahr anbietet. Als einer der sehr wenigen Versicherer hat die LV1871 den Verzicht auf sowohl die abstrakte als auch die konkrete Verweisung, und deckt zusätzlich den Arbeitsweg sowie typische Schulfächer ab und berücksichtig die Ausstattung des Schulgebäudes. Auch bei Kriterium 5 und 6 liegt sie vorn: Die Zukunftsgarantie erlaubt eine individuelle Anpassung der Rentenhöhe nach dem tatsächlich aufgenommenen Beruf, ohne dass eine Verschlechterung möglich ist.

    Unser Urteil: Die Golden BU der LV1871 ist definitiv einer der ernstzunehmendsten Tarife, wenn es um eine BU für Schüler geht. Die Versicherungsbedingungen sind durchweg stark und der Abschluss ist bereits ab dem Start der Grundschule möglich und damit so früh wie aktuell bei keinem anderen Versicherer.
    Trotzdem ist die LV1871 nicht für jeden Schüler die erste Wahl. Anstelle einer pauschalen Obergrenze für die Nachversicherungsgarantie wird die maximale Erhöhung der BU-Rente ohne Risikoprüfung vom ausgeübten Beruf abhängig gemacht. Schüler starten mit einer geringen maximalen Obergrenze, und wer sich später für einen Beruf im Handwerk oder der Pflege entscheidet, wird inklusive der Karrieregarantie oft nicht über 3.000 bis 4.000 Euro BU-Rente kommen. Anders sieht das Bild in vielen akademischen Berufen aus: Hier kann die Nachversicherungs- und Karrieregarantie auf bis zu 8.000 Euro steigen, zum Beispiel bei Ärzten, und die LV1871 bietet damit für diese Berufsgruppen eine der höchsten Obergrenzen am Markt. Die Beitragsdynamik läuft zwar bis ein Jahr vor Ablauf der Versicherung, ist allerdings auf maximal 3% begrenzt, das ist zu wenig für eine langfristige Planung. Wer also schon absehen kann, eine Karriere im Handwerk oder in der Pflege machen zu wollen, und schon über 10 Jahre alt ist, findet am Markt bessere Lösungen. Das Gleiche gilt auch für alle, die später eine Laufbahn im öffentlichen Dienst anstreben und für den Fall einer Verbeamtung eine Dienstunfähigkeitsklausel haben möchten, hierfür bietet die LV1871 keine Möglichkeit.

    HDI EGO Top: Schüler ab dem 10. Lebensjahr, bis 1.500 Euro BU-Rente

    Zuletzt geprüft am: 08.2026

    • Zielgruppe: Schüler ab Vollendung des 10. Lebensjahres
    • Maximale BU-Rente: bis zu 1.500 Euro monatlich
    • Schülerklausel: Orientierung an den konkret ausgeübten Aufgaben- und Tätigkeitsfeldern als Schüler, Verzicht auf abstrakte und konkrete Verweisung; Schulweg und Ausstattung des Schulgebäudes werden nicht berücksichtigt
    • Übergang Ausbildung/Studium: genereller Verzicht auf die konkrete Verweisung, dadurch keine Bindung an eine bestimmte Lebensstellung nötig, stärker als die reine Zwei-Hälfte-Regel
    • Dynamik: bis 5%, keine feste Obergrenze außer einer Angemessenheitsprüfung bei sehr hohen Renten
    • Verlängerungsgarantie: Option, die Versicherungsdauer bis zur jeweils gültigen gesetzlichen Regelaltersgrenze zu verlängern; das auslösende Ereignis muss vor dem 50. Lebensjahr eingetreten sein; gilt sowohl für die Gesetzliche Rentenversicherung, als auch für die Versorgungswerke bei Kammerberufen
    • Nachversicherung inkl. Karrieregarantie: bis 6.000 Euro erreichbar; zusätzlich Sonderregel, bei mindestens 500 Euro Rente binnen 3 Monaten nach Studienabschluss einmalige Erhöhung auf bis zu 3.000 Euro möglich
    • Berufsgruppenüberprüfung: bis 35 Jahre bei Schulform-Wechsel, Abschluss, Studium, Ausbildung oder Berufsstart, bis 40 Jahre mit vereinfachter Gesundheitsprüfung 
    • Abschlussfrist im Schuljahr: bis Ende der jeweiligen Ferien im Bundesland des Wohnortes

    Bei der Schülerklausel verzichtet der HDI generell sowohl auf die abstrakte als auch auf die konkrete Verweisung, deckt dabei aber weder den Schulweg noch die Ausstattung des Schulgebäudes ab. Beim Übergang in Ausbildung oder Studium wirkt sich derselbe generelle Verzicht auf die konkrete Verweisung aus, wodurch keine Bindung an eine bestimmte Lebensstellung nötig ist, stärker als der reine Halbzeit-Maßstab. Auch bei der Dynamik und der Nachversicherung liegt er vorn, die Dynamik kennt keine feste prozentuale Obergrenze, und die Nachversicherung erreicht inklusive Karrieregarantie bis zu 6.000 Euro.

    Unser Urteil: Der HDI bietet mit der EGO Top eine sehr gute BU mit hoher Nachversicherungs- und Karrieregarantie bis auf 6.000 Euro und einer Dynamik ohne Obergrenze. Mit dem generellen Verzicht auf die abstrakte und die konkrete Verweisung bietet der HDI einen erheblichen Mehrwert während und nach der Schulzeit.
    Der größte Minuspunkt ist jedoch die Schülerklausel an sich: Hierbei wird zwar auf die konkreten Aufgaben- und Tätigkeitsfelder des Schülers abgestellt, aber es fehlen unter anderem der Schulweg und die Ausstattung des Schulgebäudes.
    Wer auch während der Schulzeit den bestmöglichen Schutz sucht, findet beim HDI nicht die stärkste Lösung. Wer hingegen in den letzten Zügen der Schulausbildung ist oder auf die bestmögliche Schülerklausel verzichten kann, bekommt mit dieser BU ein leistungsstarkes Gesamtpaket.
    Die stark vereinfachten Gesundheitsfragen 'Future2Go' vom HDI gelten jedoch nicht bei einem BU-Abschluss als Schüler, hier sind die regulären Gesundheitsfragen erforderlich.

    Helvetia: Schüler ab dem 10. Lebensjahr, bis 1.500 Euro BU-Rente

    Zuletzt geprüft am: 08.2026

    • Zielgruppe: Schüler ab Vollendung des 10. Lebensjahres
    • Maximale BU-Rente: 1.500 Euro monatlich, zusätzlich Einmalleistung 'Cash+' von bis zu 36 Monatsrenten bei erstmaliger Berufsunfähigkeit
    • Schülerklausel: konkreter Schulalltag, Ausstattung des Schulgebäudes, konkrete Fächer, Hausaufgaben und Schulweg berücksichtigt; Verzicht auf die abstrakte Verweisung, die konkrete Verweisung bleibt dagegen bestehen
    • Übergang Ausbildung/Studium: bei Azubis Lebensstellung ab Beginn der Ausbildung; bei Studenten ab der 2. Hälfte der Regelstudienzeit
    • Dynamik: bis 5% pro Jahr ohne Obergrenze, läuft bis 5 Jahre vor Vertragsablauf
    • Verlängerungsgarantie: Option bei Erhöhung der Regelaltersgrenze, sowohl gesetzliche Rentenversicherung als auch berufsständische Versorgung bei Kammerberufen
    • Nachversicherung inkl. Karrieregarantie: vollständiger Verzicht auf die Risikoprüfung, bis 6.000 Euro, bei Kammerberufen wie Ärzten und Rechtsanwälten bis 7.500 Euro
    • Abschlussfrist im Schuljahr: bis zum Moment der Zeugnisübergabe

    Bei der Schülerklausel liegt Helvetia insgesamt sehr breit, Schulalltag, Schulgebäude, Fächer, Hausaufgaben und Schulweg sind sämtlich berücksichtigt, doch anders als LV1871 und HDI fehlt der Verzicht auf die konkrete Verweisung, an dieser einen Stelle bleibt Helvetia hinter beiden zurück. Beim Übergang in die Ausbildung liegt Helvetia dagegen vorn, die Lebensstellung gilt hier bereits ab Beginn der Ausbildung, nicht erst ab der Hälfte. Bei der Nachversicherung liegt Helvetia ebenfalls vorn, der vollständige Verzicht auf die Risikoprüfung und die Obergrenze von 7.500 Euro bei Kammerberufen sind Spitzenwerte im gesamten Vergleich.

    Unser Urteil: Die Helvetia überzeugt in fast allen Punkten für Eltern, die für Ihre Kinder eine Schüler-BU abschließen wollen. Das beginnt bei einer sehr starken Schülerklausel, die neben dem konkreten Schulalltag, der Ausstattung des Schulgebäudes, konkreten Fächern und den Hausaufgaben auch den Schulweg berücksichtigt, wenn auch ohne den Verzicht auf die konkrete Verweisung, den LV1871 und HDI bieten. Auch nach der Schulzeit überzeugt die Helvetia sowohl für Azubis als auch für Studenten. Die Dynamik kann um bis zu 5% pro Jahr ohne Obergrenze erhöht werden und läuft bis 5 Jahre vor Ablauf der BU. Durch die Nachversicherungs- und Karrieregarantie lässt sich die BU-Rente zudem auf 6.000 Euro erhöhen, bei Kammerberufen wie Ärzten und Rechtsanwälten sogar auf bis zu 7.500 Euro, ein Spitzenwert im Marktvergleich. Die Verlängerungsgarantie steht bei Erhöhung der Regelaltersgrenze sowohl für die gesetzliche Rentenversicherung als auch für Kammerberufe zur Verfügung.
    Einzig eine Dienstunfähigkeitsklausel lässt sich in den Versicherungsschutz nicht einschließen. Durch die Einmalleistung 'Cash+' bei erstmaliger Berufsunfähigkeit, bei der bis zu 36 Monatsrenten zusätzlich gezahlt werden, ist die Helvetia eine der wenigen Versicherungen, die faktisch mehr als 1.500 Euro BU-Rente für Schüler bieten.

    Die Bayerische: Schüler ab dem 10. Lebensjahr, bis 1.500 Euro BU-Rente

    Zuletzt geprüft am: 08.2026

    • Zielgruppe: Schüler ab Vollendung des 10. Lebensjahres
    • Maximale BU-Rente: 1.500 Euro monatlich
    • Schülerklausel: berücksichtigt Schulweg, Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit, bestimmte Fächer mit besonderem Stellenwert, eigenständige Bewältigung der Hausaufgaben sowie die Ausstattung des Schulgebäudes; Verzicht auf die abstrakte Verweisung, die konkrete Verweisung bleibt auch mit der Option 'Prestige-Schutz' während Schulzeit, Ausbildung und Studium bestehen; BU-Status endet nicht bei Schulwechsel oder Wiederholung ohne gesundheitlichen Anlass oder bei geringfügiger Beschäftigung
    • Übergang Ausbildung/Studium: bei Azubis Lebensstellung bereits ab Beginn der Ausbildung, bei Studenten ab der zweiten Hälfte der Regelstudienzeit
    • Dynamik: ohne Begrenzung in der Höhe, läuft bis 5 Jahre vor Vertragsablauf; Jahresrate 3%, solange als Schüler versichert, später auf 5% erhöhbar
    • Verlängerungsgarantie: Option bei Erhöhung der Regelaltersgrenze beziehungsweise des Pensionsalters, für Angestellte über die gesetzliche Rentenversicherung, für Kammerberufe über die berufsständische Versorgung, für Beamte über eine Veränderung des Pensionsalters
    • Nachversicherung inkl. Karrieregarantie: bis 6.000 Euro ohne erneute Risikoprüfung 
    • Abschlussfrist im Schuljahr: bis Ende der jeweiligen Ferien im Bundesland des Wohnortes

    Bei der Bayerischen gilt die neue Lebensstellung bereits ab Beginn der Ausbildung bzw. ab der 2. Hälfte der Regelstudienzeit. Bei der Verlängerungsgarantie ist sie einer der wenigen Versicherer im gesamten Vergleich, die auch eine spätere Pension bei Beamten abdeckt. Bei der Dynamik startet sie  mit 3% statt der sonst üblichen 5%. Nach der Schulzeit lässt sich diese allerdings auf 5% anpassen. 

    Unser Urteil: Die Bayerische hat eine sehr starke Schülerklausel, wenn auch ohne Verzicht auf die konkrete Verweisung. Sollte der Baustein 'Prestige-Schutz' hinzugewählt werden, durch den die Bayerische komplett auf die konkrete Verweisung verzichtet, gilt dies auch nicht während der Schulzeit und auch nicht während Berufsausbildung und Studium.
    Bei Azubis wird bereits ab Beginn der Ausbildung und bei Studenten ab der zweiten Hälfte der Regelstudienzeit auf die danach übliche Lebensstellung abgestellt. Dadurch, dass eine sehr gute Dienstunfähigkeitsklausel immer im Vertrag enthalten ist, sind auch Schüler, die später verbeamtet werden, bestmöglich abgesichert. Die Nachversicherungsgarantie, die inklusive Karrieregarantie eine Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente auf bis zu 6.000 Euro ohne erneute Risikoprüfung ermöglicht, sorgt in Kombination mit einer unlimitierten Dynamik bis 5 Jahre vor Ablauf für einen dauerhaft bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

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