So ermitteln Sie Ihren Bedarf richtig
Welche BU-Rente ist sinnvoll – und was zahlt eine BU überhaupt?
Sie haben verstanden, dass Sie auch als Informatiker, Mathematiker und Entwickler berufsunfähig werden können? Häufig ist die nächste Frage, welche Konsequenzen ein solcher BU-Fall dann für Sie hat.
Vom Staat brauchen Sie nicht viel zu erwarten, denn eine Sozialhilfe sichert lediglich das Überleben ab, nicht hingegen Ihren bisher mühsam aufgebauten Lebensstandard.
Und auch die gesetzliche Rentenversicherung sichert lediglich den Fall einer Erwerbsminderung ab. Das bedeutet, dass Sie dauerhaft in keiner Tätigkeit mehr für länger als 3 Stunden am Tag arbeiten können. Können Sie noch mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden arbeiten, gibt es immerhin die Teil-Erwerbsminderungsrente.
Der entscheidende Unterschied: Bei der BU zählt Ihr zuletzt ausgeübter Beruf – bei der Erwerbsminderung zählt, ob Sie überhaupt noch irgendeine Tätigkeit schaffen.
Doch selbst wenn Sie so schwer krank sind, dass Sie diese Kriterien erfüllen, sichert diese Leistung (nach Steuern und Abgaben) gerade einmal rund 15-25% Ihres bisherigen Nettoeinkommens ab.
Wenn Sie Ihren Lebensstandard halten möchten führt kein Weg an einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorbei.
Was zahlt eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Leistungsfall?
Sie bekommen eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente in der vertraglich vereinbarten Höhe
Die BU-Rente gibt es ab 50%iger Berufsunfähigkeit, die voraussichtlich 6 Monate andauert oder bereits so lange besteht
Versichert ist Ihre konkret ausgeübte Tätigkeit, die Sie 'zuletzt in gesunden Tagen' ausgeübt haben
Die Rentenleistung wird für die Zeit der Berufsunfähigkeit und maximal bis zum Endalter (67. Lebensjahr empfohlen) bezahlt
Gleichzeitig werden Sie von den monatlichen Beiträgen für Ihre BU befreit
Wie hoch sollte Ihre BU-Rente sein?
Als Faustformel passt Ihr Nettoeinkommen sehr gut als Absicherungsziel für den Fall der Berufsunfähigkeit.
Die oft zitierte Empfehlung '80% vom Nettoeinkommen reicht' unterschlägt oft, dass Sie auf die BU-Rente in vielen Fällen Steuern zahlen müssen und auch die Krankenversicherung und Altersvorsorge in diesem Fall weiter bezahlt werden müssen.
Zu den konkreten Kosten und Abzügen im BU-Leistungsfall und wie Sie diese berechnen, haben wir einen eigenen Artikel geschrieben.
Einer der typischen Fehler beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist es mit einer zu geringen Rentenhöhe zu planen. Zwar zahlen Sie dadurch etwas weniger Beitrag, im Leistungsfall hat sich aber noch keiner unserer Kunden über einen zu hohen Beitrag, sondern eher über eine zu geringe Absicherung beschwert.
Wenn Sie Ihre Fixkosten, Krankenversicherung, Altersvorsorge und mögliche Steuerabzüge berücksichtigen, reicht eine BU-Rente unterhalb Ihres Nettoeinkommens in vielen Fällen nicht aus
Eine Berufsunfähigkeitsrente sollte deshalb in den meisten Fällen bei 100% des Nettoeinkommens liegen.